45. Swiss International Moutain Marathon Pany St. Antönien vom 15./16.08.2020
Ein Frage der Definition
Im Rennen
Nach der obligatorischen Materialkontrolle suchten wir uns einen schönen Schlafplatz und liessen unser Tagesergebnis auf unseren Zungen zergehen. 4:39:28, 450 Punkte und Zwischenrang 11 von 20 gestarteten Teams. Noch nicht ganz das vordere Mittelfeld, aber das war schliesslich nur eine Frage der Definition.
Das Galadinner unter Sternen
Die Strategie
Die Nacht war kurz. Zu kurz. Um 5 Uhr morgens wurden wir unsanft aus den Träumen gerissen. Nach dem Frühstück packten wir unsere sieben Sachen und nahmen den 45 minütigen Aufstieg zum Start auf uns. Langsam dämmerte uns, dass unser nächtliche Ausflug nicht zielführend gewesen sein könnte. Nicht nur die Beine fühlten sich schwer an, auch der Kopf liess uns hängen. Doch dank unserer Erfahrung kamen wir immer besser in den Wettkampf zurück: Pünktlich zur Kaffeepause kehrten wir in einer Alpwirtschaft ein, löschten unseren Durst mit einem (Konter-)Bier und besprachen unsere Strategie. Wir entschlossen uns zu einem taktischen Meisterstreich. Wir würden die Posten im hinteren Tal nicht holen und dafür mit einer guten Zeit ins Ziel einlaufen. Der Clou: Das wiederum würde uns erlauben, uns nochmals in einer Gastwirtschaft zu stärken.
Knapp verpasst
Nach 4:46.31 kamen wir schliesslich pünktlich ins Ziel. Unsere junge, athletische Konkurrenz liess sich derweil bereits mit alkoholfreiem Bier feiern. Da ahnten wir schon, dass es für das Siegertreppchen wohl nicht gereicht hatte. Am Ende erreichten wir mit 1259 Punkten und einer Gesamtzeit von 09:25:59 den 11.Schlussrang. Müde und stolz beglückwünschten wir uns zu unserem Resultat. Wir hatten unser Ziel erreicht: Kurz vor der Top 10 – das entsprach dem vorderen Mittelfeld. Trotz Restaurantbesuch und nächtlichem Ausflug. Wir öffneten ein Bier und beschlossen, dass wir unsere Glanztat nächstes Jahr wiederholen würden. Prost!