vom Sturm weggefegt….
Gratwandern im Appenzellerland
auf rot/weissen Wanderwegen durch den Alpstein. Die vierte Etappe hatte es in sich. Schwer bepackt mit Zelt, Kocher und Stativ für die Nachtaufnahmen ging es zuerst locker die ersten Höhenmeter mit der Bahn auf den Hohen Kasten. Gemütlich bei Sonnenschein und einem Rivella zur Stärkung wird die herrliche Aussicht im 360°-Rondomsicht im Drehrestaurant genossen.
Weiter auf dem Appenzeller Whisky Trek geht es mit 340 Gramm Zusatzgewicht mit der «Whisky Edition Hoher Kasten Nr.11 gereift im hölzernen Sherry-Fass». Der geologische Höhenweg bis zur Saxerlücke ist immer ein Erlebnis links das Rheintal und rechts der Blick in die höhen des Alpsteins und zum Sämtisersee. Beim Berggasthaus Staubern angekommen ist Mittagsrast angesagt.
Schönes Wetter und die Stube ist voll, ich finde aber noch einen freien Stuhl. Die Tagessuppe, Bölesuppe, etwas speziell, naja ich bin ja allein unterwegs. Auf den Whisky zu degustieren verzichte ich, es geht noch weit und ausgestetzt auf den Berg. Das 1 dl Fläschchen «Säntis Malt gereift im Weinfass» Farbe gold, wird natürlich gerne in den Rucksack verstaut. Abgefüllt zufälliger am heutigen Tag freut mich umso mehr.
Canon EOS 5D Mark IV, Sigma 24mm, f/8 / 1/160sec / ISO 100
Unterwegs zum Gipfel
Weiter über den Furgglenfirst und Abstieg zur Saxerlücke. Auch hier ausgesetzt aber immer schön dem Grat entlang. Weiter der steile Aufstieg teilweise weglos und mit Ketten gesichert auf den Roslenfirst 2151m.
Ein schönes flaches Gipfelplateau genau richtig für mein Zelt. Zum Abendessen gibt es eine Bouillon, Polenta und ein Dessert. Jetzt am geniessen, die Ruhe, Aussicht die Abendsonne und es ist windstill und noch angenehm warn für diese Jahreszeit.
Canon EOS 5D Mark IV, Sigma 24mm, f/7.1 / 1/640sec / ISO 100 mit Stativ
Canon EOS 5D Mark IV, Sigma 24mm, f/16 / 1/160sec / ISO 100
Canon EOS 5D Mark IV, Sigma 24mm, f/1.4 / 30sec / ISO 100 mit Stativ
Canon EOS 5D Mark IV, Sigma 24mm, f/1.4 / 25 sec / ISO 100 mit Stativ
Stürmische Nacht
Bei meinen Vorbereitungen achte ich immer auf das Wetter, Windverhältnisse und natürlich den Übernachtungs-Standort. Nach meinen Recherchen soll am nächsten Morgen starker Wind aufkommen. Jetzt ist perfektes Wetter und windstill. Um Mitternacht werden die letzten Fotos erstellt und ich schlüpfe in meinen Schlafsack.
Um 2 Uhr morgens erwache ich vom starken Wind der an meinem Zelt reisst. Nach ungemütlichen langen Minuten entschliesse ich mich, das Zelt zusammen zu packen und in die Nordflanke auszuweichen. So packe ich alles unter den Arm und steige zirka 50 Höhenmeter hinunter und stelle mein Zelt nochmals auf. Zwei Stunden später, wie ein Tornado bläst der Wind durch das Tal zwischen den den beiden Alpsteinketten Hundstein und Rosenfirst und droht mein Zelt zu zerrissen und wegzublasen.
Ich entschliesse mich, alles zusammenzupacken, auf den Gipfel zurück auf zusteigen und den Abstieg anzugehen. In stockdunkler Nacht zuerst Weglos in den Mutschensattel und dann weiter auf dem rot/weissen Bergweg nach Gamplüt. Beim Abstieg nach dem Mutschensattel war der Wind schon nicht mehr zu spüren. Kurz einen Morgenkaffee geniessen und dann weiter nach Wildhaus absteigen. Mit dem öv zurück nach Hause.
Die Erkenntnis: traue nie einer Wettervorhersage, oder dem Wetterrader auf die stundengenaue Prognose.